KJUI Darstellung Märchen Sprache

KJUI - Anke Ilona Nikoleit


Was bedeutet KJUI? Es gibt keine direkte Bedeutung. KJUI ist entstanden. KJUI ist IQ, nur umgekehrt. Ich hatte mir zu Zeiten meiner ersten Homepage gerade ein paar Gedanken zum IQ gemacht, daraus entstand KJUI und seither ist dieses Kürzel bei mir und bleibt mein Begleiter. Mittlerweile weiß ich dass KJUI vieles heißen kann, z.B. KonsequentJaUndIch oder KommuniaktionsJUwelInteraktion, und ich kann was damit anfangen.

Lebenslauf, authentisch.

Geburtstag am Siebenschläfer 1964. Ich kam im Krankenwagen zur Welt, auf dem Weg von Schwenow nach Storkow. Dank an meine tapfere Mutter! Bald zogen wir, meine Schwester, meine Eltern, meine Oma und der kriegsversehrte Onkel, in die Prignitz. Ich ich war wissbegierig, ich sang, tanzte, strickte und nähte, pflegte und putzte zu Hause und bei Oma, spielte Krieg und Indianer, kletterte auf Bäume und Strommasten, liebte das LKW Fahren und die Tankstellen, die mein Vater mit mir anfuhr. Die Straßenverkehrsordnung kannte ich mit jedem Schild und jedem Paragrafen. Ich langweilte mich im Unterricht der ersten Jahre - das gab eine wohlgemeinte "drei" in Betragen. Bei Oma lag ein Buch in altdeutscher Schrift, "D'Artagnan und die drei Musketiere", das war nicht langweilig!

Krimminalistik wollte ich studieren. Ich malte mir aus, man könne alle Fälle logisch aufspüren und die Wahrheit ans Licht bringen. Aber das ging nicht, ich weiß nicht mehr warum. Was nun? Mit dem Abitur in der Tasche bekam ich die Gelegenheit, Landmaschinenschlosser zu werden und dann zum Studium nach Berlin zu gehen. Warum nicht! Das ist ein solides Handwerk, dachte ich mir und schlug ein. So wurde ich Diplom Ingenieur Technologie der Instandsetzung. Im vierten Semester bekam ich unseren ersten Sohn. Ich unterbrach das Studium nicht und mochte das Studieren immer mehr! Konstruktion und Programmieren waren meine Steckenpferde. Das ist lange her, die Programmiersprache war MS-DOS. Die Delegierung lief aus, die Promotion lehnte ich ab, die Forschungsstellen wurden unsicher und ich entschied mich für die Familie, unseren zweiten Sohn und die Prignitz.

Die Wende brachte Brüche und flinke Entscheidungen. Vertriebsaußendienst, Innendienst, Umschulung, Call-Center-Agent und schließlich kam ich wieder nach Berlin. Gute Arbeit in einem stetig wachsenden mittelständischen Industrieunternehmen mit Anknüpfungspunkten zu allem, was ich bisher gelernt und erfahren hatte.

Das Unternehmen wuchs, meine Söhne auch, sie sind Erwachsene. Mein Kreativgeist ließ nicht locker. Zum Einen finden sich Sprachkurse, Erzählungen, die Berliner Märchentage und der Zertifikatskurs an der Universität der Künste in meinem Lebenslauf. Zum Anderen ist die Bildende Kunst wieder aufgeflammt. Ich bin also Künstlerin - Malerin und Erzählerin und mit Ausübung dieses alten Handwerks gleichzeitig bei den "FutureJobs" angekommen.

"Kunst geht immer voran!" Das hat Jonathan M.E.E.S.E (Achtung: er ist Besonders!) in einem Interview gesagt. Dieser Satz ist da, wenn ich ihn brauche, wenn ich zögere, den nächsten Pinselstrich zu machen. Ulrike Neu meinte immer: "Male groß und geh nach vorn!" und Antje Püpke rief mich an und sagte: "Da geht noch was und ich will gern dabei sein!" Freunde, Partner, die Söhne, die Mutter, die Schwester, sie alle fördern mich und ich bin Ihnen unendlich dankbar! Bernd Streiter, ein begnadeter Künstler aus der Prignitz, schrieb mir: "Folge weiter deiner Begeisterung, da kommt mit Sicherheit noch mehr." Er formuliert es für sich noch treffender: "Der Zeitgeist kann mir den Buckel runter rutschen!"

Und ich arbeite still und stetig, wie ein schnurrender Motor. Neue Impulse kommen stets hinzu und bin gespannt auf jede weitere Unternehmung. Oft sind meine Bilder Teil der Märchen, die ich erzähle und oft öffnen sie sich dem Betrachter auf den zweiten Blick und wollen mehr und mehr eigenständig sein, sich entkoppeln und vielfältig interpretiert.

Die Legende vom Siebenschläfer!

Seinen Namen verdankt der Siebenschläfer einer Legende. Dieser Legende nach hatten sieben junge Christen (nämlich die sieben Brüder Constantinus, Dionysius, Johannes, Malchus, Martinianus, Maximinianus und Serapio) in der Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Decius (249–251) in einer Berghöhle nahe Ephesus Zuflucht gesucht. Sie wurden entdeckt. Sie wurden eingemauert. Der Legende nach starben sie nicht, sondern schliefen 195 Jahre lang. Am 27. Juni 446 wurden sie zufällig entdeckt, wachten auf, bezeugten den Glauben an die Auferstehung der Toten und starben wenig später. Sie gelten seitdem als Heilige und außerdem als Schutzpatrone. Sie können bei Schlaflosigkeit und bei Fieber angerufen werden.

Die Legende wurde wohl erstmals im 6. Jahrhundert schriftlich dokumentiert, Gregor von Tours (538–594) übersetzte sie demnach erstmals ins Lateinische. Es kursieren syrische und griechische Varianten der Legende. Auch der Islam (Koran, Sure 18, "Die Höhle") erzählt eine Version dieser Geschichte.

Wie Eingangs schon erzählt, ist der Siebenschläfer auch ein Lostag, also ein Tag, nach dessen Verlauf eine Wetterprognose für den anstehenden Sommer gegeben wird. Man sagt: "Regnet es an Siebenschläfer Blasen in den Pfützen, dann regnet es sieben Wochen lang." - oder - "Von nassen Siebenschläfern tut´s noch lange wässern"

Nun ja, wegen der gregorianischen Kalenderreform ist er eigentlich nicht mehr am 27. Juni, sondern 10 Tage danach, am 7. Juli. Schade, ich habe mich doch so sehr an diesen Siebenschläfer Geburtstag gewöhnt!

Mit dem Nagetier Siebenschläfer hat das nicht zu tun. Es war kein Siebenschläfer mit in der Höhle oder dabei, als die Jünglinge gefunden wurden, allerdings, wer weiß das schon so genau?


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