KJUI Darstellung Märchen Sprache

Was bedeutet KJUI

Es gibt keine direkte Bedeutung. KJUI ist entstanden. KJUI ist IQ, nur umgekehrt. Ich hatte mir zu Zeiten meiner ersten Homepage im World Wide Web gerade ein paar Gedanken zum Intelligenzquotienten gemacht. Ich habe mich wohl gefragt, wie wichtig es ist, ihn zu kennen, ob es sich großartig anfühlt, wenn man einen hohen IQ hat, wie es zu der Art der Messung kam, ob er wichtig ist im Leben. Keine Ahnung, wie hoch mein IQ jemals war und ist, ich nehme ohnehin an, dass er pendelt. Nun, damals also entstand QI und daraus entstand KJUI und seither ist dieses Kürzel bei mir und bleibt mein Begleiter. Mittlerweile weiß ich dass KJUI vieles heißen kann, z.B. KonsequentJaUndIch oder KommuniaktionsJUwelInteraktion, und ich kann was damit anfangen.

Lebenslauf, authentisch.

Geburtstag am Siebenschläfer 1964. Ich kam im Krankenwagen zur Welt, auf dem Weg von Storkow nach Beeskow. Dank an meine tapfere Mutter! Ich war ein wissbegieriges Kind und spielte gern mit meiner Knopfkiste auf dem Bürgersteig vor dem Haus. Mittlerweile lebten wir, meine Schwester, meine Eltern, meine Oma und der kriegsversehrte Onkel, in der Prignitz. Ich sang und tanzte, strickte und nähte, pflegte und putzte zu Hause und bei Oma und spielte Krieg und Indianer, kletterte auf Bäume und Strommasten, liebte das LKW Fahren und die Tankstellen, die mein Vater mit mir anfuhr. Die Straßenverkehrsordnung kannte ich mit jedem Schild und jedem Paragrafen. Ich langweilte mich im Unterricht der ersten Jahre - das gab eine wohlgemeinte "drei" in Betragen. Bei Oma lag ein Buch in altdeutscher Schrift, "D'Artagnan und die drei Musketiere", das war nicht langweilig!

Krimminalistik wollte ich studieren. Ich malte mir aus, man könne alle Fälle logisch aufspüren und die Wahrheit ans Licht bringen. Aber das ging nicht, ich weiß nicht mehr warum. Was nun? Mit dem Abitur in der Tasche bekam ich die Gelegenheit, Landmaschinenschlosser zu werden und dann zum Studium nach Berlin zu gehen. Warum nicht! Das ist ein solides Handwerk, dachte ich mir und schlug ein. So wurde ich Diplom Ingenieur Technologie der Instandsetzung. Im vierten Semester bekam ich unseren ersten Sohn. Ich unterbrach das Studium nicht und mochte es immer mehr! Die Konstruktion und das Programmieren von Stücklisten waren meine Steckenpferde. Das ist lange her, die Programmiersprache war MS-DOS. Die Delegierung lief aus, die Promotion lehnte ich ab, die Forschungsstellen wurden unsicher und ich entschied mich für die Familie, unseren zweiten Sohn und die Prignitz.

Dann kam die Wende! Sie brachte Umbrüche, Brüche in der Familie und schnelle Erfahrungen im Berufsleben. Vertriebsaußendienst, Innendienst, Umschulung zum Telekommunikationsanwendungsfachberater, Call-Center-Agent und schließlich kam ich wieder nach Berlin. Gute Arbeit in einem stetig wachsenden mittelständischen Industrieunternehmen mit Anknüpfungspunkten zu allem, was ich bisher gelernt und erfahren hatte.

Das Unternehmen wuchs, meine Söhne auch, sie sind Erwachsene. Mein Kreativgeist ließ nicht locker. So begann ich 2008 mit der Umstrukturierung. Von da an finden sich Sprachkurse, Erzähleinheiten, Berliner Märchentage und der Zertifikatskurs an der Universität der Künste in meinem Lebenslauf. Nun bin ich Erzählerin, hauptberuflich seit Dezember 2016, und mit Ausübung dieses alten Handwerks gleichzeitig bei den "FutureJobs" angekommen.

Die Legende vom Siebenschläfer!

Seinen Namen verdankt der Siebenschläfer einer Legende. Dieser Legende nach hatten sieben junge Christen (nämlich die sieben Brüder Constantinus, Dionysius, Johannes, Malchus, Martinianus, Maximinianus und Serapio) in der Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Decius (249–251) in einer Berghöhle nahe Ephesus Zuflucht gesucht. Sie wurden entdeckt. Sie wurden eingemauert. Der Legende nach starben sie nicht, sondern schliefen 195 Jahre lang. Am 27. Juni 446 wurden sie zufällig entdeckt, wachten auf, bezeugten den Glauben an die Auferstehung der Toten und starben wenig später. Sie gelten seitdem als Heilige und außerdem als Schutzpatrone. Sie können bei Schlaflosigkeit und bei Fieber angerufen werden.

Die Legende wurde wohl erstmals im 6. Jahrhundert schriftlich dokumentiert, Gregor von Tours (538–594) übersetzte sie demnach erstmals ins Lateinische. Es kursieren syrische und griechische Varianten der Legende. Auch der Islam (Koran, Sure 18, "Die Höhle") erzählt eine Version dieser Geschichte.

Wie Eingangs schon erzählt, ist der Siebenschläfer auch ein Lostag, also ein Tag, nach dessen Verlauf eine Wetterprognose für den anstehenden Sommer gegeben wird. Man sagt: "Regnet es an Siebenschläfer Blasen in den Pfützen, dann regnet es sieben Wochen lang." - oder - "Von nassen Siebenschläfern tut´s noch lange wässern"

Nun ja, wegen der gregorianischen Kalenderreform ist er eigentlich nicht mehr am 27. Juni, sondern 10 Tage danach, am 7. Juli. Schade, ich habe mich doch so sehr an diesen Siebenschläfer Geburtstag gewöhnt!

Mit dem Nagetier Siebenschläfer hat das nicht zu tun. Es war kein Siebenschläfer mit in der Höhle oder dabei, als die Jünglinge gefunden wurden, allerdings, wer weiß das schon so genau?


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